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Immissionsschutz

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Inhalt der aktuellen Ausgabe 02/2026

Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1868-7776
Ausgabe / Jahr: 2 / 2026
Veröffentlicht: 2026-05-26

Editorial

Umweltschutz und Sicherheitspolitik – Die ökologische Bilanz des Ukraine-Kriegs

  • Prof. Dr. Isabelle Franzen-Reuter

Inhalt

Inhalt / Impressum

Fachbeitrag

Entwicklung der Feinstaubkonzentrationen in Duisburg-Nord seit dem Jahr 2010 und künftige Beurteilung nach den Immissionsgrenzwerten der EU 2024/2881

  • Uwe Hartmann
  • Cornelia Hammel
  • Wolfgang Volkhausen

Am Beispiel des durch die Eisen- und Stahlindustrie geprägten Duisburger Nordens wird die Entwicklung der Feinstaubbelastung seit dem Jahr 2010 beschrieben und im Hinblick auf die neuen, ab dem Jahr 2030 geltenden Grenzwerte der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie 2024/ 2881 bewertet.

Bauplanungsrechtliche Privilegierungstatbestände im Kontext des Immissionsschutzrechts

  • Alfred Scheidler

Die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens im Außenbereich beurteilt sich nach § 35 BauGB. Da immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen in der Regel den Vorhabensbegriff des § 29 Abs. 1 BauGB erfüllen und die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen auch bei der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung vorliegen müssen, greifen insofern Bauplanungsrecht und Immissionsschutzrecht ineinander.

Notwendiger Bürokratieabbau bei Anlagengenehmigungen für die aktuelle Energieversorgung

  • Walter Frenz

Der aktuelle Krieg im Nahen Osten zeigt, wie sensibel die Energieversorgung in Deutschland getroffen werden kann. Umso wichtiger ist der Ausbau von Energieanlagen, die eine größtmögliche Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit gewährleisten. Dieser Ausbau hängt wesentlich an raschen Genehmigungen.

Entscheidungskompetenz des Immissionsschutzbeauftragten?

  • Jürgen Nagel

Der Anlagenbetreiber ist verpflichtet, den Immissionsschutzbeauftragten zu unterstützen, zum Beispiel durch Hilfspersonal. Der Aufsatz erörtert die Frage, wer zuständig ist, Entscheidungen über die Unterstützungspflicht zu treffen. Naheliegend ist, dass der Anlagenbetreiber – auch als Träger der Kosten – diese Entscheidungen treffen darf. Es wird hier jedoch vorgeschlagen, dass aus diversen Gründen der Immissionsschutzbeauftragte die Entscheidungskompetenz haben sollte.

Nachrichten & Presse

Bundeskabinett beschließt Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes

Die Bundesregierung hat am 21.01.2026 den Gesetzentwurf zur Änderung des Umwelt- Rechtsbehelfsgesetzes beschlossen und damit auf Entwicklungen und Vorgaben des Völker- und Europarechts reagiert.

Kabinett bringt Novelle der Industrieemissions-Richtlinie auf den Weg

Das Kabinett hat am 21.01.2026 einen Gesetzesentwurf verabschiedet, um europäische Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt in nationales Recht umzusetzen und gleichzeitig Investitions-Anreize für die Industrie zu schaffen. Die neue Industrieemissions- Richtlinie (Industrial Emissions Directive „IED 2.0“) vermeidet und begrenzt Emissionen von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden und ist in ganz Europa Grundlage für die Genehmigung umweltrelevanter Industrieanlagen.

Klimaschutz zahlt sich aus: Jede eingesparte Tonne Treibhausgase reduziert reale Schäden – an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit

Neues UBA-Handbuch Umweltkosten beziffert globale Schäden durch jährliche deutsche Treibhausgasemissionen auf über 640 Milliarden Euro, die durch ambitionierten Klimaschutz vermieden werden können.

Auch 2025 wurden alle Grenzwerte zur Luftqualität eingehalten

Die Maßnahmen zur Luftreinhaltung zahlen sich aus: 2025 wurden in Deutschland erneut alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten. Für Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr.

Bundesregierung bringt „Public-Viewing-Verordnung“ zur Fußball-WM auf den Weg

Auch bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA sollen Fans in Deutschland die Spiele bei Übertragungen im Freien gemeinsam verfolgen können. Das Bundeskabinett beschloss dazu am 25.03.2026 eine vom Bundesumweltministerium vorgelegte Verordnung. Sie sieht Ausnahmen von den geltenden Lärmschutzregeln vor, damit Städte und Gemeinden auch angesichts der Zeitverschiebung flexibler über Public-Viewing-Veranstaltungen entscheiden können.

Kinder und Jugendliche auch 2025 mit verbotenem Weichmacher belastet

Vor zwei Jahren hat das Umweltbundesamt (UBA) Monon-hexylphthalat (MnHexP) im Urin von Erwachsenen nachgewiesen. MnHexP ist ein Abbauprodukt des Weichmachers Din-hexylphthalat (DnHexP), der als fortpflanzungsschädigend gilt und deshalb in der EU nicht zugelassen ist. Die Funde ließen sich auf eine Verunreinigung eines UV-Filters in Sonnencremes zurückführen.

Treibhausgasdaten zeigen: Klimaschutz braucht neuen Schub

Emissionen sanken 2025 nur marginal. Klimaziele für 2030 bleiben erreichbar, wenn notwendige Maßnahmen umgesetzt werden. Akzeptanz klimafreundlicher Technologien steigt.

Katrin Eder: „Weniger Bürokratie durch mehr Klarheit im Immissionsschutz“

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat eine neue Zuständigkeitsverordnung im Immissionsschutz beschlossen. Damit werden die bisherigen Regelungen überarbeitet und an die bestehende Rechtslage angepasst. So werden die Genehmigungsverfahren für Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion sowie für Biogasanlagen klar und einheitlich den Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGD) zugewiesen.

Artenschutz-Prüfung per Knopfdruck: Wie das Land die Genehmigung von Windenergie-Anlagen beschleunigt

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien voran. Ein Baustein ist dabei die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen. Mit dem neuen Artenschutzfachbeitrag-Tool (AFB-Tool) steht ab sofort ein digitales Instrument zur Verfügung, das Genehmigungsprozesse deutlich vereinfacht und beschleunigt.

KI-gestützte, miniaturisierte Sensorik für Umwelt- und Gefahrstoffmonitoring

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS startet gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e.V. (ZAFT) das Forschungsprojekt FastSense – Innovative Sensorik und KI für Umwelt- und Gefahrstoffmonitoring.

Wie bilden sich Wolken in der Antarktis? Erste fluggestützte Aerosol-Messungen seit 20 Jahren

Im Klimasystem der Erde trägt die Antarktis entscheidend dazu bei, Sonnenstrahlung in den Weltraum zu reflektieren. Dabei spielen die großen weißen Eisflächen und Wolken eine entscheidende Rolle. Wie Wolken in der Antarktis entstehen, mit der Atmosphäre wechselwirken und von welcher Bedeutung Aerosole hierbei sind, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Mikro- und Nanoplastik in der Stadtluft stammt größtenteils aus Reifenabrieb

Obwohl Plastikpartikel in der Luft zunehmend in den Fokus geraten, ist das Wissen über deren Verbreitung und Wirkung immer noch begrenzt. Chemische Analysen aus Leipzig liefern jetzt erstmals Details aus Deutschland dazu: Rund 4 Prozent der Feinstaub- Masse bestehen aus Plastik.

Drohnen mit preiswerten Sensoren können helfen, die Luftqualität besser zu überwachen

Kosteneffiziente Sensoren auf Drohnen können ein effektives Werkzeug sein, um die untersten Luftschichten besser zu untersuchen. Würden die Messungen der Luftqualität am Boden durch solche Dohnenmessungen ergänzt, dann könnten Monitoring, Luftqualitätsmodelle und Strategien gegen die Luftverschmutzung verbessert werden.

Wichtige neue Quelle für Oxidation in der Atmosphäre gefunden

Hydroperoxide sind starke Oxidationsmittel, die erheblichen Einfluss auf die chemischen Prozesse in der Atmosphäre haben. Jetzt konnte ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) zeigen, dass sich diese Substanzen auch mit Sonnenlicht aus α-Ketosäuren wie der Brenztraubensäure in Wolken, Regen und Aerosolwasser bilden.

Neue Messkampagne untersucht Wolken über dem arktischen Meereis

Forschende untersuchen in einer Messkampagne mit Hilfe von Forschungsflügen, wie Wolken und Meereis miteinander interagieren und welche Rolle sie für die schnelle und verstärkte Erwärmung der Arktis spielen.

Gestiegene Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid: Deutsche Umwelthilfe wirft Bundesregierung Blockade konkreter Luftreinhaltemaßnahmen vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Bundesregierung für ihre Weigerung, endlich konkrete Luftreinhaltemaßnahmen gegen die steigende Luftverschmutzung zu beschließen. Mit dem am 11.02.2026 veröffentlichten Luftqualitätsjahresbericht 2025 bestätigt das Umweltbundesamt (UBA), dass „die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid über der der Vorjahre“ lag.

Neuer Kampf gegen Feinstaub und Stickstoffdioxid: Deutsche Umwelthilfe startet bundesweite Schwerpunkt-Aktion „Saubere Luft 2030“

Nachdem der jüngste Luftqualitäts-Jahresbericht des Umweltbundesamtes einen Wiederanstieg der Luftbelastung zeigt und weiterhin 57.000 Todesfälle jedes Jahr durch Feinstaub und 23.000 Todesfälle durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) zu verzeichnen sind, startet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die bundesweite Schwerpunkt-Aktion „Saubere Luft 2030“.

Hygienegerechter Betrieb von Verdunstungskühlanlagen

Der VDI hat zwei neue Richtlinienentwürfe zum hygienegerechten Betrieb von Verdunstungskühlanlagen vorgelegt. Die Entwürfe VDI 2047 Blatt 2 und VDI-MT 2047 Blatt 4 richten sich an Betreiber, Planer und Fachpersonal und zielen darauf ab, gesundheitliche Risiken durch luftgetragene Keime zu minimieren.

Faserbelastung in der Luft: Richtlinie zur Messung anorganischer Fasern

Anorganische faserförmige Partikel wie Asbest stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar. Um ihre Konzentration verlässlich zu erfassen und fachgerecht zu bewerten, legt die VDI 3492 ein einheitliches Mess- und Auswerteverfahren für die Bestimmung anorganischer Fasern in der Luft fest.

F-Gase: UBA-Studie verbessert Verständnis über Emissionen extrem klimaschädlicher Gase in Deutschland

Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, dass sich mit Hilfe von Atmosphärenmessungen die Emissionen besonders klimaschädlicher Gase wie Schwefelhexafluorid bestimmen und lokalisieren lassen.

Kommission investiert über 103 Mio. EUR in strategische Umwelt- und Klimaprojekte in Europa

Die Europäische Kommission investiert mehr als 103 Mio. EUR in sieben strategische Projekte in ganz Europa, die im Rahmen des LIFE-Programms finanziert werden.

Recht & Normung

Klimaschutzprogramm 2023 bedarf ergänzender Maßnahmen

Das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm 2023 bedarf ergänzender Maßnahmen, um das nationale Klimaziel einer Senkung der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 65 Prozent bis 2030 zu erreichen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 29.01.2026 entschieden.

Trotz Verschattung einer Photovoltaikanlage: Waldkiefer darf nicht gefällt werden

Obwohl sie eine Photovoltaik-Anlage auf einem Hausdach verschattet, darf eine ca. 50 Jahre alte, geschützte Waldkiefer nicht gefällt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.

Kein Anspruch auf vorzeitiges „Verbrenner-Aus“

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass Privatpersonen nicht von Kraftfahrzeugherstellern verlangen können, das Inverkehrbringen von Pkw mit Verbrennungsmotor vor Ablauf der durch die EU-Pkw-Emissionsverordnung gesetzten Fristen zu unterlassen. Er hat die Revisionen der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe zurückgewiesen und die klageabweisenden Berufungsurteile damit bestätigt.

Eilantrag eines Gleitschirmfliegervereins gegen Windenergieanlage erfolglos

Der Eilantrag eines Drachen- und Gleitschirmfliegervereins aus dem Hochsauerlandkreis gegen die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für eine Windenergieanlage im südlichen Außenbereich von Meschede hat keinen Erfolg. Das hat das erstinstanzlich zuständige Oberverwaltungsgericht am 19.03.2026 entschieden.

Konzentrationswirkung der Genehmigung zur Änderung von Windenergieanlagen auch bei eingeschränktem Prüfprogramm

Auch bei einem gesetzlich eingeschränkten Prüfprogramm entfaltet die (fingierte) immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung Konzentrationswirkung. Deshalb muss der Anlagenbetreiber keine weiteren Genehmigungen einholen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 25.03.2026 entschieden.

Zur Anwendbarkeit von § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 UmwRG auf eine Baugenehmigung für eine heranrückende Wohnnutzung

Der Anwendungsbereich des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 UmwRG ist nicht eröffnet, wenn die bei Erteilung einer Baugenehmigung anzuwendenden umweltbezogenen Rechtsvorschriften nicht die Auswirkungen der genehmigten heranrückenden Wohnnutzung betreffen, sondern ausschließlich die des benachbarten lärmemittierenden Betriebs. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 17.03.2026 entschieden.

Referentenentwurf einer Dritten Verordnung zur Änderung der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung

Entwurf eines Gesetzes und einer Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (2026)

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes und weiterer umweltrechtlicher Vorschriften

VDI-Richtlinien & Normen

Aktuelle Umweltvorschriften (EU, Bund, Länder)

Marktplatz

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