| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7776.2010.04 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7776 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2010 |
| Veröffentlicht: | 2010-11-29 |
Die zuknftige Entwicklung des Jahresmittels der NO2-Konzentration an hochbelasteten Verkehrsbrennpunkten ist Gegenstand aktueller Diskussionen. Sie wird hier durch Modellrechnungen bis zum Jahr 2020 mit drei Annahmen zur Emissionsentwicklung abgeschtzt fr die Verkehrsmessstationen Stuttgart Neckartor, Dsseldorf Corneliusstrasse und Mnchen Dachauerstrae. Wichtig dabei ist, dass die Hhe der Verkehrsemissionen und die Konzentration des Hintergrundes nach neuesten Erkenntnissen berechnet werden. Die in der Straenschlucht sich einstellende NO2-Konzentration wird mit Modellrechnungen ermittelt. Die Berechnung des Zusammenspiels von NO2, NO (Emission, Hintergrund, Umwandlung) und Ozon (Hintergrund und Umwandlung) erfordert die Lsung eines komplexen chemischen Reaktionssystems im Modell. Durch nderung der Modellparameter wird der Beitrag von Verkehr, Chemie und Hintergrund an der Bildung des NO2 bestimmt. Mit den Ergebnissen liegen Daten fr drei sehr unterschiedlich belastete Verkehrsstationen (extrem, stark, mittel) vor. Damit wird, durch einen Analogieschluss eine Prognose abgeleitet ber die Anzahl der Stationen, an denen der NO2-Grenzwert im Jahr 2015 und 2020 noch berschritten wird.
In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Berechnung von Kfz-Emissionen mittels der Handbcher fr Emissionsfaktoren HBEFA3.1 und HBEFA2.1 miteinander verglichen. Dazu erfolgt eine Berechnung fr eine Innerortsstrae unter Verwendung der Standardfahrzeugflotten beider Handbcher. Weiterhin werden durch Kennzeichenerfassung konkret erhobene Zusammensetzungen des flieenden Verkehrs zur Emissionsberechnung genutzt. Die Unterschiede der berechneten Emissionen werden diskutiert.
Zur Information von Brgerinnen und Brger mssen bestimmte Industriebetriebe jhrlich fr das vergangene Berichtsjahr Informationen zur Schadstofffreisetzung in Luft, Wasser und Boden sowie zur Verbringung von Abfllen und von Schadstoffen im Abwasser an die zustndige Umweltbehrde berichten. Der Bericht wird dann erforderlich, wenn bestimmte Schwellenwerte berschritten sind.
Gem der gesetzlichen Grundlage (Verordnung ber die Schaffung eines Europischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters vom 18. 01. 2006 (EG) PRTR-VO und die deutsche Umsetzung mit dem sog. PRTR-Gesetz (SchadReg-ProtAG) vom 06. 06. 2007 liegen nunmehr Meldungen zweier Berichtsjahre von 2007 und 2008 vor. Die Ergebnisse der Meldungen knnen in dem unentgeltlich zugnglichen nationalen Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister im Internet unter www.prtr.bund.de und seit Oktober 2009 in dem europischen E-PRTR unter prtr.ec.europa.eu eingesehen werden. Die Industriebetriebe berichten ihre Daten mit der durch die Bundeslnder und dem Bund gemeinsam betriebenen Webanwendung BUBE (Betriebliche Umweltberichterstattung). Der Beitrag stellt die Schadstofffreisetzung in Luft, Wasser und Boden sowie die Verbringung von Abfllen und von Schadstoffen im Abwasser im berblick fr Nordrhein-Westfalen dar. Der Schwerpunkt der Betrachtung bezieht sich auf die Auswirkungen fr die Unternehmen, die fr den Pfad Abfall auffllig hoch sind.
Der Industriestaat Deutschland sollte trotz fderaler Struktur im Industrie- und Infrastrukturgenehmigungsrecht einheitliche Regelungen zum Naturschutzausgleich anwenden. Bei der 380 KV-Leitung von Schwerin nach Krmmel legt Mecklenburg-Vorpommern beim Waldausgleich rechnerisch den Faktor von 1,28 zugrunde, Schleswig-Holstein indes generell den Faktor 3. Bei einem Flchenverbrauch von einem Hektar sollte indes nach Hektarjahren, bis die CO2-Senkenfunktion in etwa wieder erreicht ist, ausgeglichen werden. Ausgleichspflichtige knnen damit gleichzeitig und vorgreiflich ihren Naturausgleich erfllen, indem auch generell der Ausgleich im Verhltnis von 1:1 erfolgt.
Ein begrenzender Faktor von Bahn- wie Flugverkehr ist die Schallemission in umliegende Wohngebiete. Messungen der Schallimmission werden mit den Gesetzen der Schallausbreitung umgerechnet, um Geschwindigkeiten mit gleicher Schallemission zu erhalten. Man erhlt eine Differenz von etwa 50 km/h, die der Transrapid bei gleicher Schallemission schneller fahren kann. Dies ergibt nur geringe Gewinne an Fahrzeit.
In der Lrmwirkungsforschung der letzten 40 Jahre werden Forschungsergebnisse publiziert, bei denen die Auswerteverfahren einer kritischen mathematischen berprfung bedrfen. Dies gilt insbesondere, wenn die Ergebnisse von den verwendeten mathematischen Auswerteverfahren abhngen. In dieser Arbeit wird die mathematische Beschreibung der Lstigkeit von Verkehrslrm untersucht. Dazu wird in der Lrmwirkungsforschung meist nach einer Geraden oder nach einer Parabel gesucht, deren Summe der Abstandsquadrate zwischen Kurve und Messpunkten minimal ist. Hier werden diese Beschreibungen der Lrmwirkungsforscher mit der Beschreibung durch Arcustangens-Kurven verglichen. An zwei Beispielen wird gezeigt, dass diese Beschreibung zustzliche Anforderungen erfllt. Zur Bestimmung eines mglichen Lstigkeits-Unterschiedes zwischen gemitteltem Schienenverkehrslrm und gemitteltem Straenverkehrslrm zeigt sich, dass Straenverkehrslrm von 65 dB(A) whrend des Abends so lstig wirkt wie Schienenverkehrslrm von 57 dB(A) (Schienenmalus von 8 dB(A)), whrend der Nacht jedoch wie Schienenverkehrslrm von 67 dB(A) (Schienenbonus von 2 dB(A)) im Unterschied zu der Beschreibung durch Geraden oder Parabeln.
Aus der LAI
Personalien
Aktueller berblick Stand: Oktober 2010
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