Außenbeleuchtung nimmt stetig zu und verändert das nächtliche Stadt- und Landschaftsbild. Neben Vorteilen für Sicherheit entstehen Belastungen für Mensch und Natur. LED-Licht mit hohem spektralen Blauanteil stört den Biorhythmus und kann Schlaf- sowie Gesundheitsprobleme verursachen. Tiere wie Insekten, Fledermäuse und Vögel verlieren Orientierung und verändern ihr Verhalten, Pflanzen zeigen verschobene Wachstumsphasen. Rechtsgrundlagen bilden das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und seit 2022 das Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt in Deutschland und zur Änderung weiterer Vorschriften (BNatSchGuaÄndG), das erstmals detailliert die Auswirkungen von Beleuchtungsanlagen im Freien auf Tiere und Pflanzen berücksichtigt. Maßgeblich für die Beurteilung sind die „Hinweise zur Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen“ (LAI-Lichtleitlinie, Stand 2015). Die Leitlinie legt Kriterien für die Immissionsrichtwerte Raumaufhellung und Blendung fest, Behörden können Gutachten und Messungen verlangen. Abhilfe schaffen warmweiße Lichtfarben, präzise Lichtlenkung und adaptive Steuerungen. Frühzeitige Planung und Prognosen vermeiden Konflikte und sichern eine Balance zwischen Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7776.2025.04.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7776 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2024-11-24 |
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