Methan-Leckagen in deutschen Biogasanlagen verursachen massiven Klima-schaden
Neue Studie der Deutschen Umwelthilfe deckt erstmals Ausmaß auf
Erstmals quantifiziert eine neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Ausmaß von klimaschädlichen Methan-Leckagen aus Deutschlands Biogasanlagen. Jährlich entweichen aus den mehr als 10.000 deutschen Biogasanlagen bis zu 370.000 Tonnen Methan. Das entspricht jährlich 31,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (Klimaschädlichkeit auf 20 Jahre bezogen) und damit mehr als den jährlichen Treibhausgasemissionen kleiner EU-Staaten. Die Studie wurde von der renommierten Wissenschaftlerin Dr. Semra Bakkaloglu erstellt, die am Imperial College London bereits eine ähnliche Untersuchung für das Vereinigte Königreich veröffentlicht hat, und basiert auf Vor-Ort-Messungen an Biogasanlagen in Deutschland und weiteren EU-Ländern. Die DUH fordert angesichts der massiven Emissionen eine verbindliche Obergrenze von maximal einem Prozent Methanverlust im Produktionsprozess. Bestehende rechtliche Vorgaben und Kontrollen müssen zudem konsequent umgesetzt werden.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7776 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2024-11-24 |